Zukunftsforum Assekuranz´2022

AGCS will in Cyber nur Vorzeige-Kunden

Christian Bellmann
in Herbert Fromme´s Versicherungsmonitor
vom 21.09.2022
"Angesichts stark zunehmender Schadenfälle in der Cyberversicherung und noch stärker steigender Schadensummen stellt die AGCS inzwischen enorme Anforderungen an Kunden und solche, die es werden wollen. „Unternehmen, die unsere zwölf Kernkriterien im Underwriting nicht erfüllen, versichern wir nicht“, betonte AGCS-Experte Jens Krickhahn auf einer Fachveranstaltung. Die Sparte steckt in der Krise: Das Prämienvolumen stagniert auf niedrigem Niveau, die Schaden- und Kostenquote der Branche ist tiefrot. Kommt es im großen Stil zu Schäden durch die sogenannte hybride Kriegsführung, wird der harte Markt noch härter, glaubt er. (...)"
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Bafin: „Es kann sehr ungemütlich werden“

Monika Lier
in VersicherungsJournal
vom 20.09.2022
"Beim „Zukunftsforum Assekuranz 2022“ ging am Montagvormittag vor allem um die vielfältigen Herausforderungen – vom Klimawandel bis zur Inflation. Der oberste Versicherungsaufseher Dr. Frank Grund mahnte die Branche in vielen Feldern zu Handlungen. Angesichts der allgemeinen Lage sollten sich die Unternehmen wetterfest machen. „Die Wolken am Horizont sind düster. Es kann sehr ungemütlich werden.“ So warnte Dr. Frank Grund, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) am Montag beim „Zukunftsforum Assekuranz 2022“ der Business Forum GmbH. Grund referierte über verschiedene Risiken aus Geopolitik, Pandemie, Inflation (Nachreservierungen, Storno) und Zinswende (Storno). Kosten des Vertriebs in der Konsultation Angesichts der vielen Risiken sei die „Zeit für umsichtiges Handeln“. Für den Aufseher heißt das: ausreichende Puffer bei Kapital und Liquidität. Versicherer müssen in den kommenden Monaten auch stärkeren Stürmen standhalten können. Die Unternehmen seien gut beraten, vorsichtig mit Gewinnausschüttungen vorzugehen. Zum Thema „Kostenbelastungen und Vertriebsvergütungen für kapitalbildende Lebensversicherungen“ kündigte er eine Konsultation „möglichst kurzfristig innerhalb der nächsten Wochen“ an. Die finale Fassung der Veröffentlichung sei für die zweite Dezemberhälfte geplant. Er warnte vor „unangemessen hohe Kosten“ im Zusammenhang mit Kickbacks von Fondsgesellschaften an der Vertriebspartner der Versicherer. (...) Hohe Priorität hat die Nachhaltigkeit für die Zurich. Eine „ganz hohe Priorität für die nächste Jahre“ sieht Grund im Management von Nachhaltigkeitsrisiken. „Wer sich dem Thema nicht stellt, geht ein strategisches Risiko ein. Nachhaltigkeit ist kein Modethema. Das effektive Management von Nachhaltigkeitsrisiken ist heute schon eine essentielle unternehmerische Aufgabe für Versicherer.“ Dr. Carsten Schildknecht, Chef der Zurich Gruppe Deutschland, sieht die Versicherer beim Klimawandel, den er für die dominierende Herausforderung dieses Jahrzehnts hält, in einer besonderen Verantwortung. „Keine Industrie hat so viel Einfluss“, wenn es um die Weichenstellung für das 1,5-Grad-Ziel gehe. Versicherer sollten ihre verschiedenen Rollen als Unternehmen/Arbeitgeber, als Investor/Berater, als Versicherer/Risiko-Manager sowie als Teil der Gesellschaft nutzen. Er sprach sich unter anderem dafür aus, in globalen Vereinigungen wie der Net-Zero Asset Owner Alliance (AOA) „Schulter an Schulter zu kämpfen“. Der Klimawandel müsse Chefsache sein, aber von der gesamten Belegschaft getragen werden. Gothaer: Vertrieb tut sich schwer. Thomas Bischof, Chef der Gothaer Allgemeine Versicherung AG, berichtete, dass man für die „Initiative 500-50-5“ zwei große Industriemakler als Partner gewonnen habe. Die Gothaer will den Mittelstand bei der Energiewende unterstützen. Dazu begleitet sie 500 Unternehmerkunden, ihren CO2-Ausstoß in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent zu reduzieren (VersicherungsJournal 15.12.2021). Das Angebot laufe bei den Industriemaklern nicht unter der Marke „Gothaer“. Des Weiteren halte man positive Beispiele vor, wie bestimmte Betriebsarten ihren zusammen mit Gothaer-Partnern ermittelten CO2-Fußabdruck verkleinern könnten. „Die Makler greifen das auf, die AO muss man noch vom Erfolg überzeugen“, so Bischof. Google: ESG wird nicht für Jüngere gemacht Valéry Döhler, Industry Manager Finance der Google Germany GmbH, wies unter anderem darauf hin: „Die Branche macht bei ESG viel [...], aber das ist nicht für Jüngere gemacht.“ Eine entsprechende Darstellung im Internet hält Döhler für einen „essentiellen Faktor, die Lücke zwischen Markenbekanntheit und Abschlüssen zu schließen.“
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Zukunftsforum Assekuranz´ 2019

„Wir sind herzlich digital für Kunden - off- & online“

in bocquel-news
vom 10.09.2019
„In die „neue“ Welt der Versicherer im digitalen Zeitalter tauchten Manager der Branche während es Zukunftsforums in Köln. Da kamen unter anderem auch Diskussionen um den Provisionsdeckel auf sowie neue integrierte Geschäftsmodelle auf. Außerdem drehte sich (fast) alles um die KI (Künstliche Intelligenz).“ „Die Versicherungswirtschaft in Deutschland legt beim Thema Digitalisierung und KI ein viel zu langsames Tempo vor!“ Mit dieser Aussage verpasste Stefan Groschupf, Gründer und CEO von der in Los Angeles ansässigen Automation Hero vielen anderen ambitionierten Aussagen der Versicherer einen Dämpfer. Die Versicherungswirtschaft in Deutschland lege beim Thema Digitalisierung und KI ein viel zu langsames Tempo vor. Außerdem würde hierzulande der Fachkräftemangel ein nennenswertes Problem für zukunftsfähiges Arbeiten in der Assekuranz sein. Nicht nach Meinung von CEO Achim Kassow, Ergo Deutschland AG, der erwiderte, dass die Ergo sehr wohl entsprechende junge Leute finde. „Wir müssen ihnen nur die Räume geben.“ Es sei für solche Experten schließlich auch ein Asset, forschungsorientiert zu arbeiten. Sie müssten sich nicht nach Finanzierungsrunden und Business Plänen von Startups richten.“ (...) „Der Vorstands-Chef der Axa Konzern AG, Alexander Vollert, betonte anschließend: „Einfachheit ist auch ein Thema bei uns.“ Da mache man auch „nicht vor der eigenen Führungsebene halt“. Vollert gab den Teilnehmern am Zukunftsforum Assekuranz, das erneut das BusinessForum21 (www.bf21.com) in Köln veranstaltete, einen lebendigen Eindruck von dem „New Way of Working“, das seit zwei Jahren in allen Betriebseinheiten der Axa deutschlandweit umgesetzt wird (siehe auch bocquel-news 17. Oktober 2017 „New Way of Working” ist „besser als Home Office”. (...)
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„Digitalisierung wird immer mehr zum K.O.-Faktor“

Monika Lier
in VersicherungsJournal
vom 10.09.2019
„Exponentielles“ Wachstum ist für Gärtner nichts Neues – in der Assekuranz aber offensichtlich schon. Neuerungen und insbesondere die Digitalisierung entwickeln sich „exponentiell“ und damit wenig vorhersagbar. Zum Wandel gab es in Köln teils düstere Szenarien.“ „Die Digitalisierung bedeutet für Dr. Rainer Sommer, COO/CIO der Generali Deutschland AG, einen „drastischen Wandel mit fundamentalen Änderungen. Viele Menschen werden ihren Job verlieren oder ihn ändern müssen.“ Das resultiere nicht nur aus neuen Techniken, sondern habe auch mit dem Geschäftsmodell zu tun („Die klassische Lebensversicherung ist tot!“). Die Branche müsse ihre Hausaufgaben machen, aber fokussiert an die neuen Aufgaben gehen und nicht alles gleichzeitig beginnen, sagte er auf einer Fachkonferenz..“ (...)
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„IT-Experte Groschupf: Versicherer fangen KI falsch an“

Monika Lier
in Versicherungswirtschaft-heute
vom 10.09.2019
„Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz gehen die Versicherer nach Auffassung von Stefan Groschupf zu langsam und vor allem falsch vor, weil sie Chatbots einsetzen. „Beim Chatbot sind die Texte zu kurz, als dass die Maschine den Kontext verstehen kann. Unsere grundsätzliche Erfahrung ist, dass die Kundenzufriedenheit mit Chatbots sinkt“, sagte der Founder & CEO, Automation Hero und Founding CEO of Datameer am Montag auf der BF21-Konferenz „Zukunftsforum Assekuranz“. Seinen Angaben zufolge zählt Hero weltweit 50 Versicherer zu seinen Kunden. Die Maschine könne auf den Kunden nicht empathisch reagieren, weil sie den Zusammenhang aufgrund der Kürze nicht entschlüsseln könne. Der Chatbot habe nur eine Genauigkeit von 85 Prozent. „Die User-Experience ist miserable, aber viele Versicherer setzen sie inzwischen ein“, so Groschupf.“ (...) „Dieser Einschätzung widersprach Achim Kassow in der Podiumsdiskussion entschieden. „Wir finden entsprechende junge Leute“, so der Chef der Ergo Deutschland AG. „Wir müssen ihnen nur die Räume geben, keine Tarifverträge und keine geregelten Arbeitszeiten.“ Für Experten sei es schließlich auch ein „Asset“, wenn forschungsorientiert arbeiten wollten, dass sie sich nicht nach Finanzierungsrunden und Business Plänen von Startups richten müssten. “
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„Big Data und KI verändern die Assekuranz“

Alexander Kaspar
in Versicherungswirtschaft-heute.de
vom 11.09.2019
„Die Zukunft ist digital verkünden die Experten unisono. Die Gegenwart ist schon digital, sagen hingegen alle, die operativ die Geschicke der Versicherungsunternehmen leiten. Das wurde am zweiten Tag des Zukunftsforums Assekuranz in Köln deutlich. Denn die „Digitalisierung hilft Aktuaren risikogerechter zu tarifieren“ sagt dazu Huk-Coburg CEO Klaus-Jürgen Heitmann.“ „Aus Versicherung wird Verbesserung“, resümiert Rainer Sommer als COO/CIO der Generali Deutschland AG, oder sie ist „ein wichtiges Instrument für mehr Transparenz und Qualität in der Versorgung“, so Hajo K. Hessabi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit mit Blick auf die Gesundheitsakte Vivy. Die künstliche Intelligenz ist in diesem Zusammenhang der große Dechiffrierer zur Bewältigung der riesigen Datenmengen. Am zweiten Tag des Zukunftsforums Assekuranz war es deshalb Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen, wie weit die Branche auf ihrem Weg in die Zukunft bislang gekommen ist..“ (...) „Ziel muss es heute sein, sich mit dem Kunden zu vernetzen, alle Kanäle zu bespielen und nicht nur die „Leads“ zu lieben, sondern auch den Kunden selbst. „Unser Kundenkontakt ist bedroht“, sagt hingegen Norbert Rollinger. Der Vorstandsvorsitzende der R+V Versicherung AG setzt als Manager eines genossenschaftlich organisierten Unternehmens jedoch auf seine 18,6 Millionen Genossen. (...) „Den perfekten Sturm zu Angriff nutzen“, das hat sich die Zurich Gruppe Deutschland, mit dessen Vorstandsvorsitzender Carsten Schildknecht an der Spitze vorgenommen. Die Industrie ist intakt, sagt auch Schildknecht und damit das auch in Zukunft so bleibt hat die Zurich ebenfalls ein Erneuerungsprogramm aufgelegt. Dazu gehört es die Kultur zu gestalten und die Mitarbeiter zu mobilisieren, die IT zu erneuern und standardmäßig zu digitalisieren. So sollen Innovationen beschleunigt und Megatrends erfolgreich verwertet werden.“ (...)
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„Keine Kapitalerleichterungen für grüne Investments “

Christian Bellmann
in Versicherungsmonitor
vom 10.09.2019
„Die Versicherungswirtschaft sollte ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beim Thema Klimaschutz stärker gerecht werden als bisher, fordert Frank Grund, Chef der Versicherungsaufsicht der BaFin. Als Kapitalgeber hätten die Versicherer beim Kampf gegen den Klimawandel große Einflussmöglichkeiten, die sie umfassend nutzen sollten, sagte er auf einer Konferenz in Köln. Das bedeute aber nicht, dass die Branche im Gegenzug bei grünen Investments auf Erleichterungen bei den Kapitalanforderungen nach Solvency II hoffen könnten. In dem Aufsichtsregime dürfe es keine von grüner Ideologie getriebene Abkehr von einer risikobasierten Bewertung geben, stellte Grund klar. Zudem warnte er davor, die Pläne für einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung als erledigt zu betrachten..“ (...) „Die Versicherer seien in der Lage, als Investoren bei der Transformation der Wirtschaft in ein nachhaltiges System zu helfen. Was Nachhaltigkeit genau bedeutet, sei jedoch immer noch unklar, räumte Grund ein. „Eigentlich ist die Versicherungswirtschaft der geborene Definitionsgeber für diesen Begriff, weil Wertbeständigkeit und Langfristigkeit in ihrem Geschäftsmodell verankert ist“, sagte er. Die BaFin arbeite derzeit an einem Merkblatt, um Unternehmen der Finanzbranche Hinweise zu geben, wie sie sich gezielt mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen können. (...)“
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„Beenken: Der viel diskutierte Provisionsdeckel kommt“

Monika Lier
in Versicherungswirtschaft-heute
vom 10.09.2019
Daten sind das Öl der Zukunft! Diese Aussage ist in Zeiten der sich beschleunigenden Digitalisierung mittlerweile zu einem Allgemeingut geworden. Doch wenn das so ist, dann ist, um im Bilde zu bleiben, die Künstliche Intelligenz (KI) der Motor der alles antreibt. Denn wer, wenn nicht „lernende Maschinen“, oder genauer, „lernende Algorithmen“ können dieser schieren Datenmenge Herr werden? Und diese und um andere Fragen wie den Provisionsdeckel geht es auf dem Zukunftsforum Assekuranz. Es stellt sich dann aber auch die Frage, wie dieser Motor einzustellen ist, um das beste Drehmoment zu erlangen, um, in der Sprache der Automobilisten zu bleiben, die Pferdestärken auch auf die Straße zu bringen? Gleichzeitig verbessern sich die Algorithmen, verbessert sich die Rechenkapazität, vergrößert sich die Datenbasis. Werden in Zukunft sogar genaue Vorhersagen möglich sein? Um Fragen wie diese geht es beim zweitägigen Zukunftsforum Assekuranz, welches heute u.a. mit einem Vortrag von Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund zu Ende geht. VWheuteTV berichtet weiter. Hier die Videointerviews mit Achim Kassow, COO der Ergo Deutschland, Alexander Vollert, CEO der Axa Konzern AG Deutschland und dem Gründer und CEO von Automation Hero, Stefan Groschupf. Den Abschluss der Interviewreihe bildet Matthias Beenken von der FH Dortmund Fachbereich BWL/Versicherungswirtschaft. Beenken ist sich sicher: Der viel diskutierte „Provisionsdeckel“ kommt. (...) “
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„Das Wetter als Game Changer für Versicherer “

in VW-Redaktion
vom 08.09.2019
„Extremwetter schlägt zunehmend auf die Ertragslage von Versicherern durch. Angesichts des Klimawandels avancieren präzise meteorologische Informationen damit zum Game Changer über den gesamten Versichererzyklus. Ein Gastbeitrag von Dr. Michael Fassnauer, CEO und Gründer des privaten Wetterdienstes UBIMET. Wenn Überschwemmungen nach Starkregen von wochenlanger Hitze und Dürre mit katastrophalen Ernteschäden abgelöst werden, dann ist Sommer in Deutschland. Und zwar nicht einer, wie er früher einmal war, sondern einer im Zeichen des Klimawandels. 2018 wird es laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wohl unter die fünf schwersten Sturmjahre der vergangenen Jahrzehnte schaffen. Mit 1,3 Mrd. Euro lagen die versicherten Sturm-, Hagel- und Starkregenschäden an Wohngebäuden bereits im ersten Halbjahr so hoch wie sonst im Gesamtjahr. Und die Schäden in der Landwirtschaft durch die anhaltende Trockenheit im Sommer dürften sich für 2018 auf mehr als zwei Mrd. Euro summieren. Soweit, so alarmierend.“ „Für Versicherer war 2017 jedenfalls das teuerste Jahr der Geschichte: Hurrikane und andere Extremwetterereignisse kosteten die Branche weltweit rund 144 Mrd. US-Dollar – mehr als je zuvor. Rechnet man noch die nicht versicherten Vermögenswerte dazu, kommt man in Summe auf nicht weniger als 345 Mrd. US-Dollar. Ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden. Das geht aus einer Untersuchung der Munich Re, dem weltweit größten Rückversicherer, hervor. Auch wenn laut ihren Klima-Experten nicht bewiesen ist, dass der Klimawandel dafür verantwortlich zeichnet, gibt es doch starke Indizien dafür. Ungewöhnlich hohe Naturkatastrophenschäden häufen sich nämlich. In den historischen Daten der Munich Re existieren nur drei Jahre, in denen die versicherten Schäden inflationsbereinigt mit über 100 Mrd. US-Dollar zu Buche schlugen – und sie alle liegen in den vergangen 14 Jahren. Die Zahlen für Deutschland sind mit zwei Mrd. Euro an wetterbedingten Schäden für 2017 zwar unterdurchschnittlich, dürften für 2018 aber Rekordniveau erreichen. Laut dem renommierten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung könnte etwa die Zahl der Hochwasseropfer in Deutschland bis in die 2040er-Jahre um das Siebenfache(!) steigen. Der GDV verzeichnete mit 280 Mio. Euro für 2018 auch die höchsten Schäden durch Blitzschlag und Überspannung seit 15 Jahren.“ (...)
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„Ergo: Hybrides Vorgehen ist sinnvoll“

Patrick Hagen
in Versicherungsmonitor
vom 09.09.2019
„Ergo-Deutschlandchef Achim Kassow schließt gerade ein Großprojekt ab. „Wir führen die Ausschließlichkeit mit dem Direktversicherer zur Ergo 4.0 zusammen“, sagte er. Dafür habe die Munich Re-Tochter mehrere Webseiten integriert. Dabei habe sich gezeigt, dass die Zahl der Nutzer der Webseiten nicht gesunken, sondern gestiegen ist. Die Abschlüsse über das Internet seien hingegen weniger geworden, der Gesamtabsatz aber gestiegen. „Das zeigt den Sinn eines hybriden Vorgehens“, sagte er. Eine große Zahl von Kunden wolle sich online informieren, aber beim Vermittler den Vertrag abschließen. Am Erlös der anderen Vertriebswege werden die Vermittler beteiligt. Kassow sieht darin eine Win-win-win-Situation für Vermittler, Kunden und die Ergo.“ (...) „Dass die Veränderungen in den Unternehmen aber nicht immer so konfliktfrei ablaufen werden, machte Rainer Sommer deutlich, Chief Operating Officer der Generali Deutschland. Den Mitarbeitern werde viel abverlangt, einige werden ihre Jobs verlieren. „Der Wandel, den Mitarbeiter durchlaufen müssen, ist drastisch“, sagte er während einer Podiumsdiskussion. Die Versicherer müssten ihre Altlasten aus dem Weg räumen, besonders in der Lebensversicherung. „Das Thema Run-off ist in aller Munde.“ Das werde auch Folgen für die Mitarbeiter haben.“ (...)
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